Benötigen virtuelle Teams

Studie: Virtuelle Teams und Collaboration Tools


PAC Trendstudie ZusammenarbeitIm Oktober 2015 stellte PAC seine "Trendstudie: Zusammenarbeit virtueller Teams in deutschen Unternehmen" vor.

70% der Befragten gaben an, dass "die Zusammenarbeit immer wichtiger für den Geschäftserfolg" wird. Da möchte ich nicht in den anderen 30% der Unternehmen arbeiten, in denen Zusammenarbeit wohl keine große Bedeutung hat.

Knapp 20% der Zeit für Austausch und Kommunikation können laut Aussagen der Befragten eingespart werden, wenn die Zusammenarbeit technisch und organisatorisch optimal unterstütz würde.

69% gaben an, dass die Konzentration auf Kernaufgaben leidet, wenn die Zusammenarbeit ineffizient ist, 66% sehen Frustration auf Seiten der Mitarbeiter und fast jeder zweite den Rückgang der Innovationsfähigkeit als Folge.

Die Empfehlung der Studie geht in Richtung einer besseren technischen Ausstattung, Integration der verschiedenen Lösungen und Unterstützung mobiler Nutzung.

Gut, das macht irgendwie Sinn. Doch auch mit der besten Technik, der besten Integration und einer traumhaft mobilen Lösung wird die virtuelle Zusammenarbeit weiterhin schlecht bleiben.

Weil nämlich die Zusammenarbeit realer Teams genauso schlecht funktioniert. Hochgradig ineffiziente Besprechungen, völlig unklare Ziele, sich gegenseitig torpedierende Initiativen, Machtspiele von Alphatieren, mangelnde Entscheidungs- und vor allem Risikobereitschaft behindern Mitarbeiter in nahezu jedem Unternehmen.

Wenn die "normale" Zusammenarbeit schon nicht funktioniert, dann wird die virtuelle Zusammenarbeit nicht allein durch bessere Tools zu einer Erfolgsstory werden.

Zum Glück wird dies auch von den Autoren der Studie erkannt und zumindest in einer Bemerkung kommuniziert:

Allerdings lässt sich eine effektive Zusammenarbeit nicht allein über neue technische Lösungen bewirken. Ebenso wichtig ist die Akzeptanz und aktive Mitwirkung der Mitarbeiter, die durch geeignete Performance-Steuerungssysteme, die Führungskräfte sowie einen einfachen und unbürokratischen Technologiezugang gefordert und gefördert wird.

Ich widerspreche allerdings der Aussage, dass "Performance-Steuerungssyteme" die Zusammenarbeit verbessern werden.

Entscheidend ist, dass Führungskräfte damit aufhören, ihre Mitarbeiter an einer effizienten Zusammenarbeit zu hindern und sieim zweiten Schritt dabei unterstützen, effektiv miteinander zu kooperieren. Dazu benötigt man allerdings keine Technologie, sondern eine marathonläuferartige Ausdauer, um all die bisherigen Unarten der Zusammenarbeit (oder eher Nicht-Zusammenarbeit) so zu verändern, dass Kooperation wirklich möglich ist.

Erst wenn dies erfolgt ist, wird eine Top-Collaboration-Lösung auch virtuelle Teams in ihrer Zusammenarbeit unterstützen.

Sie finden ein Executive Summary der PAC "Trendstudie: Zusammenarbeit virtueller Teams in deutschen Unternehmen" unter dieser Adresse: https://www.pac-online.com/trendstudie-zusammenarbeit-virtueller-teams-deutschen-unternehmen

Aufgrund der Bedeutung der Kooperation beschäftigt sich ein gesamtes Kapitel mit dem Titel "Gemeinsam klappt's besser: Kooperation fördern" in meinem Buch "Führungspraxis für Ingenieure und IT-Experten" damit.

Eine Übersicht diverser IT-spezifischer Studien haben wir hier für Sie zusammengestellt.

 

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